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20. Tag (Dienstag, 5. Mai) - Rosinen-Übung


Lied des Tages:
Fool's Garden - Lemon Treeexterner Link [Link auf YouTube – externer Verweis]


Wenn Sie unsere Beiträge bisher verfolgt haben, haben Sie schon einige Achtsamkeitsübungen kennengelernt. Auch heute geht es wieder darum, etwas ganz achtsam im Hier und Jetzt wahrzunehmen, zu beobachten, nicht gleich zu bewerten. Vielleicht machen Sie dabei ganz neue Erfahrungen.


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Rosinen-Übung

Bitte nehmen Sie sich eine einzelne Rosine (oder ein einzelnes Stück Schokolade). Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf dieses Objekt und stellen Sie sich vor, dass Sie so etwas noch nie in Ihrem Leben gesehen hätten.

Legen Sie die Rosine auf die Handfläche oder halten Sie sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Lassen Sie sich Zeit, sie aufmerksam zu betrachten – so sorgfältig, als ob Sie so etwas noch nie gesehen hätten. Drehen Sie sie zwischen Ihren Fingern hin und her. Untersuchen Sie die Struktur und Form. Erforschen Sie, wie sie sich die Farbe je nach Lichteinfall verändert. Fühlen Sie, wie sich die Rosine anfühlt, wenn Sie ganz leicht darauf drücken. Wenn Sie möchten, können Sie dazu auch kurz die Augen schließen.

Wenn Ihnen während dieser Übung Gedanken durch den Kopf gehen, wie zum Beispiel „Was soll denn das?“ oder „Ich mag das nicht“, dann beobachten Sie diese Gedanken einfach nur und richten Ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Rosine.

Jetzt riechen Sie an der Rosine, nehmen sie und halten sie sich unter die Nase. Bei jedem Einatmen achten Sie sorgfältig auf den Geruch.

Und nun sehen Sie sich die Rosine noch einmal genau an. Und jetzt führen Sie sie langsam zum Mund. Beobachten Sie, wie Ihre Hand und Ihr Arm genau wissen, wo sie hinmüssen, vielleicht beobachten Sie auch, wie Ihnen der Mund wässrig wird.

Und dann legen Sie sich die Rosine behutsam in den Mund, ohne darauf zu beißen. Sie erforschen einfach, wie es sich anfühlt, sie im Mund zu haben.

Und wenn Sie dann soweit sind, beißen Sie ganz bewusst einmal hinein, und beobachten den Geschmack, der freigesetzt wird.

Kauen Sie bedächtig – beobachten Sie den Speichel in Ihrem Mund – die Veränderungen der Konsistenz.

Wenn Sie dann das Gefühl haben, dass Sie bereit sind zu schlucken, machen Sie sich erst die Erfahrung dieser Absicht bewusst, bevor Sie tatsächlich schlucken.

Schließlich sehen Sie, ob Sie den Empfindungen des Schluckens folgen können. Spüren Sie, wie die Rosine sich auf Ihren Magen zubewegt. Ihr Körper ist jetzt genau um eine Rosine schwerer. Spüren Sie auch, was bleibt, wenn die Rosine weg ist.